Schon in der Nacht kündigte es sich an, und am Morgen bestätigte es sich leider: Es regnete noch immer in Strömen. Unsere geplante Bootstour auf der Elbe fiel damit buchstäblich ins Wasser. Wir entschieden uns, den Wecker zu ignorieren, schliefen aus und frühstückten in aller Ruhe, während der Regen gleichmäßig auf das Dach trommelte.
Nach dem gemütlichen Start in den Tag checkten wir aus und stellten unser Wohnmobil auf dem Parkplatz vor dem Campingplatz ab. Dank der Gästekarte konnten wir kostenfrei den Bus in die Innenstadt von Pirna nehmen – ein Angebot, das wir gerne nutzten.
Die Altstadt von Pirna überraschte uns mit ihrem Charme. Die kleinen Gassen, historischen Fassaden und hübsch dekorierten Schaufenster luden zum Schlendern ein und wir entdeckten dabei Sprüche auf diversen Schaufenstern. Besonders nett fanden wir den Spruch in den Fenstern eines Bäckerei-Cafés – auf einem Fenster stand: „Ich bin so satt, ich mag kein Bla...“, gefolgt vom nächsten Fenster mit „Oh, Kuchen.“ Kleine Details, die in Erinnerung bleiben.
Am Marktplatz entdeckten wir ein Restaurant mit angenehmer Atmosphäre und guter Musik. Obwohl uns die Speisekarte direkt ansprach, waren wir noch zu satt vom Frühstück, also beschlossen wir, später wiederzukommen. Stattdessen ließen wir uns weiter treiben und landeten schließlich in einem Stoffladen. Eigentlich wollten wir nur kurz hineinschauen – am Ende verließen wir ihn mit drei Metern Stoff in zwei Farben. Die geplanten Sofakissen zu Hause können damit nun endlich in die Umsetzung gehen.
Auch der Buchladen in der Nähe hatte es uns angetan – ein neues Buch wanderte ebenfalls mit in unsere Tasche. Danach kehrten wir zum Restaurant vom Vormittag zurück. Die Entscheidung, dort zu essen, erwies sich als goldrichtig – das Essen war ausgezeichnet, das Ambiente stimmte, und wir blieben noch eine ganze Weile sitzen.
Am Nachmittag ging es dann weiter nach Lübbenau. Ein kurzer Abstecher führte uns zunächst in einen RePo-Markt, allerdings ohne größeren Fund. Unser geplanter Stellplatz für die Nacht lag direkt gegenüber – vor einem Hotel mit Schwimmbad.
Da wir an diesem Tag keine Lust mehr auf das Wohnmobil hatten, entschieden wir uns kurzerhand für einen Besuch in der Hotelbar. Bei einem Getränk, angenehmer Atmosphäre und dem neuen Buch ließen wir den Tag ruhig ausklingen.
Zurück im Camper bereiteten wir noch ein spätes Abendbrot zu, schauten einen Film und beendeten den Tag entspannt.