Die Archiologische Stätte in Agrigent

06. & 07.05. Höhlen, Insel & Tempel

Am Abreisetag vom Ferienhaus in Valderice besichtigen wir noch die Grotta Mangiapane, nur wenige Minuten von unserer Unterkunft entfernt – wunderschön gemacht! Neben der Felsenkultur treffen wir hier auf ein echtes Pfauenpaar, Ziegen, Schafe, Gänse und noch einige andere Tiere. Der Eintritt von – öhm, ich glaube 5 € waren es – war wirklich völlig in Ordnung. Im Café gönnten wir uns anschließend noch ein paar Drinks, bevor es zurück zum Hafen nach Trapani und von dort mit der Fähre nach Favignana ging.

Dort hatten wir rund vier Stunden Aufenthalt, aber das Wetter spielte leider überhaupt nicht mit. Ohne Sonne sieht die Insel einfach nicht so aus wie auf den Postkarten oder auf den Bildern von KaDa aus ihrem letzten Urlaub. Schade eigentlich, denn man konnte trotzdem gut erkennen, wie schön es hier bei besserem Wetter sein muss.

Wieder zurück auf dem Festland fuhren wir nach Castelvetrano, wo jedes Paar seinen eigenen Bungalow für die Nacht im Agrisicilia Camping Resort bekam. Zusammen fuhren wir noch einmal runter ans Wasser. KaDa schlenderten los und Basti und ich ließen den Tag bei einer Portion Spaghetti Bolognese und einer Pizza ausklingen. Zum Nachtisch gab es noch ein Eis und anschließend liefen wir noch ein wenig durch den Ort, bevor wir zurück zur Unterkunft gingen.

Die Grotta Mangiapane

KaDa machten sich zu Fuß auf den Rückweg. Dabei erlebten sie aber wohl noch das ein oder andere Abenteuer, denn wie wir später erfuhren, legten sie sich unterwegs mit einigen Straßenhunden an. Zum Glück ist nichts passiert.

Da wir Frühstück mitgebucht hatten, trafen wir uns am nächsten Morgen direkt im Frühstücksraum. War okay, aber auch nichts, worüber man groß schreiben müsste. Nachdem wir gegessen und alles wieder ins Auto geladen hatten, ging es zum Kulturprogramm über.

Wir 4 auf 3 Sitzplätzen im Taxi

Wir besuchten die Archäologische Stätte von Selinunt. Wunderschön... ja, ich wiederhole mich! Aber hier fühle ich mich einfach wohl. Irgendetwas macht diese Architektur mit mir. Das war damals in Rom schon so und hier ist es genauso.

Außerdem erreicht hier unsere neue Lieblingsbeschäftigung ihren absoluten Höhepunkt. Vor den antiken Kulissen packen wir wieder unsere besten, unfreiwillig komischen Instagram-Posen aus. Wir knipsen unzählige Bilder und genießen das herrliche Wetter in vollen Zügen. Im Café auf dem Gelände gönnen wir uns noch Eis, Getränke und einen Platz im Schatten. Begleitet wird unsere Pause von einer Echse, die sich über meine Limoreste freut, die ich ihr hinkippe. Leider aber auch von einem Igel, der wohl kurz darauf verstorben ist. Er kam direkt zu den Menschen, war aber nicht mehr in der Lage, Wasser oder Futter aufzunehmen. Gar nicht schön anzusehen.

Nachdem wir hier durch waren, führte uns der nächste Stopp zur Archäologischen Stätte von Agrigent. Joa... kann man mal machen. Muss man aber nicht. Hat man die erste Anlage gesehen, ist die zweite gar nicht mehr so beeindruckend. Vor allem war es hier deutlich voller, während wir in Selinunt gefühlt fast allein unterwegs waren. Ein weiterer Minuspunkt: Uns wurde erzählt, man müsse unbedingt ein Taxi nehmen, weil man das Gelände sonst gar nicht schaffen würde. Das kostete am Ende zwar nur 3 € pro Person, nötig gewesen wäre es aber definitiv nicht.

Blöd war außerdem, dass man den Ausgang gar nicht so leicht findet. Bei uns allen war inzwischen ein wenig die Luft raus. Deshalb legten wir noch einen strategischen Zwischenstopp im Shoppingcenter ein, um Lebensmittel einzukaufen, bevor wir unsere Unterkunft in Agrigent ansteuerten.

Die Vermieterin war... sagen wir mal... seeehr redselig, aber gleichzeitig auch verdammt stolz auf ihr schönes Reich. Die Ferienwohnung selbst hat uns gut gefallen. Die Zimmer waren schön groß, die Küche gut ausgestattet und so kochten wir uns am Abend noch etwas und ließen den Tag ganz entspannt ausklingen.