Nun ist er also da, der letzte Reisetag. Nach knapp drei Wochen unterwegs geht es heute endgültig zurück nach Hause. Ein bisschen Wehmut schwingt schon mit, denn die Reise war wirklich etwas Besonderes. Gleichzeitig freuen wir uns natürlich auch auf unser eigenes Bett und darauf, wieder in Hamburg anzukommen.
Auch für den Rückweg haben wir ja Business Class gebucht, also ging es am Flughafen direkt zum entsprechenden Schalter. Das Abgeben der Koffer lief dieses Mal völlig problemlos. Ganz anders als 2017, als wir hier in Singapur einmal freundlich zur Seite gebeten wurden und plötzlich ein Mitarbeiter mit unseren Pässen verschwand, während bewaffnetes Sicherheitspersonal uns im Auge behielt. Damals hatte die Software meinen Vornamen mit der Anrede vertauscht. Im System stand also „Herr Thoss“. Das Problem war nur, dass dort anscheinend jemand dachte, „Herr“ wäre mein Vorname – und der passte natürlich nicht zum Pass. Das war damals zwar schnell geklärt, aber ein leicht mulmiges Gefühl blieb trotzdem. Heute dagegen lief alles völlig entspannt. Wir gaben die Koffer ab und bekamen direkt den Hinweis, dass wir die Singapore Airlines SilverKris Business Class Lounge nutzen können.
Die Lounge selbst war allerdings weniger spektakulär als gedacht. Im Grunde waren es zwei große Räume mit Sesseln, die eher wie in einer Wartehalle angeordnet waren. Nicht ungemütlich, aber eben auch nichts Besonderes. Dafür war das Abendessen dort wirklich gut. Es gab eine schöne Auswahl und wir nutzten die Gelegenheit noch einmal ordentlich zu essen, bevor es später in den Flieger gehen sollte.
Irgendwann machten wir uns dann langsam auf den Weg zum Gate. In Singapur läuft die Sicherheitskontrolle erst direkt dort am Gate ab. Danach gibt es dann wirklich gar nichts mehr. Keine Shops, kein Café, nicht einmal ein WC. Nur ein Wasserspender und ein paar Sitzplätze. Zum Glück mussten wir nicht allzu lange warten, auch wenn sich das Boarding wegen einer kleinen Verspätung etwas nach hinten schob.
Heute ging es mit einer Boeing 747-400 nach Frankfurt. Unser Platz war in Reihe 2 auf der rechten Seite, also Unterdeck ziemlich weit vorne im Flugzeug. Das Cockpit ist im Oberdekc und ungefähr auf Höhe von Reihe 4 des Unterdecks. Wir saßen also noch vor dem Capitän. Ein Platz, den wir so auch noch nicht hatten.
Als wir unsere Plätze gefunden hatten, sprachen wir direkt mit der Flugbegleiterin und baten darum, das Abendessen auszulassen. Es war inzwischen schon nach Mitternacht und wir hatten ja gerade erst in der Lounge gegessen. Außerdem wollten wir möglichst schnell schlafen. Das war überhaupt kein Problem.
Schon beim Rollen merkte man allerdings, dass wir sehr weit vorne im Flugzeug saßen. Man hörte ziemlich deutlich die Bautenzüge und Steuerbewegungen aus dem Cockpit. Ein Geräusch, das man weiter hinten im Flieger normalerweise gar nicht so wahrnimmt.
Nach dem Start stellten wir unsere Sitze schnell in die Liegeposition und versuchten daraus halbwegs bequeme Betten zu bauen. Ganz perfekt war das zwar nicht, aber zum Schlafen sollte es reichen. Allerdings stellte ich ziemlich schnell fest, dass der Flieger ganz vorne ähnlich stark hin und her schwingt wie ein A380 ganz hinten. Das fand mein Magen und mein Kopf nicht besonders angenehm. Zum Glück hatte ich mir rechtzeitig eine Anti-Kotz-Tablette eingeworfen.
Kurze Zeit später ging es dann auch noch mit Turbulenzen los. Und leider nicht nur kurz. Über mehrere Stunden hinweg wurde das Flugzeug immer wieder ordentlich durchgeschüttelt. Wir versuchten zu schlafen, wurden aber immer wieder von den Bewegungen geweckt. Erst ungefähr ab der Hälfte der Strecke wurde es langsam ruhiger. Das Grundschwingen blieb zwar, aber immerhin hörten die stärkeren Turbulenzen auf.
Zum Frühstück gab es dann für Steffi Bircher Müsli und ein Marmeladenbrötchen. Ich entschied mich für eine belgische Waffel und einen Mango-Smoothie. Damit waren wir dann auch endgültig wieder im „Rückflug-Modus“.
In Frankfurt angekommen gingen wir erst einmal in eine Lounge. Ein bisschen essen, ein bisschen trinken und vor allem das ganze Gewackel aus dem Kopf bekommen. Danach stand noch der letzte Flug des Tages an – von Frankfurt nach Hamburg. Im Flieger gab es noch eine kleine Kleinigkeit zu essen und zu trinken, und dann waren wir tatsächlich wieder da. Hamburg.
Steffis Mama Karin holte uns am Flughafen ab und brachte uns nach Hause. Punkt um 10 Uhr morgens standen wir wieder in unserer Wohnung.
Den restlichen Vormittag verbrachten wir damit auszupacken und langsam wieder anzukommen. Ich verdrückte mich mittags sogar noch einmal für zwei Stunden zu einem Treffen mit dem Tauchverein – ein kleiner Versuch, gleich gegen den Jetlag anzukämpfen.
Und so endet diese Reise schließlich dort, wo sie begonnen hatte: zu Hause. Mit vielen Erinnerungen im Gepäck, tausenden Fotos auf den Kameras und dem Gefühl, eine wirklich besondere Zeit erlebt zu haben. Bali, Singapur, Tauchen, Tempel, Regen, Sonne und jede Menge kleiner Momente dazwischen – eine Reise, über die wir einiges zu erzählen haben.