Um 5:25 Uhr – also exakt fünf Minuten vor dem Wecker – wurden wir wach. Perfektes Timing. Also leise zusammengepackt, geschniegelt und bereit für die Abreise. Das Grab-Taxi hatte Basti bereits gestern Abend vorbestellt, sodass wir uns um 6:10 Uhr auf den Weg zur Rezeption machten. Wir hatten mitbekommen, dass die Zimmer beim Check-out noch einmal kontrolliert werden. Doch alles war in Ordnung, die Kaution wurde direkt freigegeben und wir konnten entspannt weiter.
Unser Fahrer stand sogar noch vor der vereinbarten Zeit vor der Tür. So kamen wir mehr als pünktlich los und entsprechend früh am Flughafen an.
Trotz Online-Check-in mussten wir noch an den Schalter. Nervig, aber immerhin schnell erledigt. Auf dem Weg zur Passkontrolle fiel Basti dann allerdings auf, dass unsere gebuchten Sitzplätze nicht mit denen auf den Bordkarten übereinstimmten. Also blieb ich in der Schlange stehen, während er noch einmal zurück zum Schalter ging. Dort gab es eine Entschuldigung, etwas von „Systemfehler“ – und neue Bordkarten.
Nach etwas mehr als einer Stunde waren wir durch Pass- und Sicherheitskontrolle durch und steuerten direkt die Jasmine Lounge an, die sich gleich dahinter befand. Nichts Spektakuläres, aber ruhig, mit einem kleinen Frühstück, Getränken und gemütlichen Sitzplätzen mit Aussicht. Genau richtig für diese frühe Stunde.
Im Flieger saß ich direkt am Notausgang in einer Zweierreihe, Basti schräg hinter mir – ebenfalls Notausgang, ohne Sitz vor sich. Viel Beinfreiheit also. Der Flug verlief ruhig, das vorbestellte Mittagessen war mächtig scharf, und wir landeten pünktlich auf Bali.
Im Gegensatz zu unserem letzten Besuch waren wir diesmal innerhalb von zwei Minuten durch die Passkontrolle. Alles war online vorab ausgefüllt und bezahlt – ein Traum. Dafür verloren wir die gewonnene Zeit direkt wieder am Kofferband. Nach mehreren Bandwechseln tauchten unsere Koffer dann endlich auf und wir konnten Richtung Ausgang.
Auf dem Weg besorgten wir uns noch schnell ein paar Kleinigkeiten zu essen, da unser Hotel ziemlich ab vom Schuss liegt und wir auf Nummer sicher gehen wollten.
Unser Fahrer Made Makati war schnell gefunden – und vor allem sehr freundlich. Er kündigte eine ungefähre Fahrzeit von knapp drei Stunden an und erzählte, dass es am Morgen bereits heftige Gewitter gegeben hatte. Während der Fahrt fing es dann auch wieder an, in Strömen zu regnen. Die Straßen standen teilweise unter Wasser.
Der Fahrstil, kombiniert mit Regen, Dunkelheit und Serpentinen, war leider gar nichts für meinen Magen und meinen Kopf. Ergebnis: Vollbremsung, Tür auf, zehn Minuten alles von mir geben. Upsi.
Die restlichen 40 Minuten wurden leider nicht viel besser. Von unserer Ankunft weiß ich nur noch wenig. Ich erinnere mich daran, nach dem Klo gefragt zu haben, gelaufen zu sein, noch mehr gespuckt zu haben – und dann ging es aufs Zimmer.
Dabei hatten wir uns diesen Moment eigentlich ganz anders vorgestellt: Unsere Unterkunft für die nächsten Tage ist das wunderschön gelegene Siddhartha Oceanfront Resort & Spa, ein ruhiges Resort direkt am Meer im Osten Balis.
Wir wohnen hier in Bungalow 27 – direkt am Wasser, mit Blick auf das Meer und die Wellen, die nur wenige Meter entfernt an die Küste rollen. Ein Ort, der eigentlich danach schreit, barfuß auf der Terrasse zu sitzen und einfach nur anzukommen. Stattdessen hörte ich nur noch irgendwas davon, dass die Fahrt dann doch knapp vier Stunden gedauert hatte statt der angekündigten drei – und dann ging gegen 20 Uhr bei mir endgültig das Licht aus.
Alles Weitere dann morgen.