Auch heute fiel uns das Aufstehen nicht besonders leicht – aber das Frühstück wartete. Nachdem wir das genossen hatten, machten wir uns auf den Weg zur christlichen Tan-Dinh-Kirche.
Bevor wir dort ankamen, legten wir jedoch noch einen ungeplanten Zwischenstopp ein: In einem Skechers-Laden kauften wir für Steffi ein Paar neue Sneaker. Ihre Sandalen schmerzten und längere Strecken waren heute damit einfach nicht machbar.
Direkt danach ging es noch durch einen kleinen Park – und der überraschte uns komplett. Überall wuselten Hörnchen herum. Wir identifizierten mindestens drei verschiedene Arten: klassische Eichhörnchen, Streifenhörnchen und eine weitere Variante, die vom Fell her fast wie ein Stinktier aussah, sich aber in Größe und Verhalten wie ein Eichhörnchen bewegte. Wir blieben eine Weile stehen, machten Fotos und beobachteten das geschäftige Treiben.
Erst danach erreichten wir die knallig rosa Tan-Dinh-Kirche. Für uns als Touristen war sie heute – wie offenbar generell am Wochenende – leider geschlossen. Also blieb es bei einem Foto von außen.
Danach riefen wir ein Grab-Taxi, das uns auf die andere Seite des Flusses bringen sollte. Ziel war ein Sportuhrenshop, denn Bastis Armband vom Tauchcomputer war ja gebrochen.
Leider gab es dort nichts Passendes für ihn. Wir blieben aber erst einmal in der Gegend, denn hier war es überraschend ruhig und entspannt. Wir schlenderten an künstlich angelegten Wasserläufen entlang und beobachteten eine Weile verschiedene Fische – eine kleine Oase mitten in der Stadt.
Weiter ging es in die Thiso Mall um die Ecke. Wir trödelten ein wenig herum und fragten im Kino, ob zufällig Zoomania 2 auf Englisch mit englischen Untertiteln laufen würde. Leider nein – nur englischer Ton mit vietnamesischen Untertiteln. Also zogen wir weiter zum Essen.
Gelandet sind wir bei Pho Sol. War okay, muss man aber auch nicht unbedingt wiederholen. In diesem Teil der Stadt zeigte sich deutlich: Englisch ist hier deutlich weniger verbreitet, selbst in einer so großen Mall.
Mit dem Grab-Taxi ging es anschließend zurück Richtung City, in einen weiteren Shop, den uns der vorherige Uhrenladen empfohlen hatte. Aber auch hier wurde Basti nicht fündig.
Offenbar waren wir inzwischen direkt in der Touri-Ecke von Ho-Chi-Minh-Stadt gelandet. Viele westliche Gesichter, dazu reihenweise Hostels, Massageläden, Tourishops und Ähnliches. Hier sollte sich auch eine Touristeninformation befinden, die wir bei Google Maps gespeichert hatten. Wir fanden sie recht schnell – allerdings war sie dunkel und sah völlig verlassen aus. Gerade als wir weitergehen wollten, betraten zwei andere Westler den Laden, und man sah, wie die Dame hinter dem Counter quasi „aufwachte“.
Leider bot die Tourist-Info kaum etwas auf Englisch an, sodass wir schnell weiterzogen. Der Tempel gleich um die Ecke hatte ebenfalls geschlossen, also machten wir uns auf den Rückweg ins Hotel und verbrachten den Abend dort. Steffi ging es vom Nacken und Kopf her nicht besonders gut, weshalb wir Abends nicht mehr hinausgingen, wie ursprünglich geplant.
Zwischendurch suchten wir immer wieder nach möglichen Ausflügen. Gerade für Silvester wollten wir ja gern mit einem Boot auf dem Saigon River das Feuerwerk sehen. Leider konnte uns auch die Rezeption nicht weiterhelfen. Die guten Touren waren ausgebucht, und fünf Stunden auf einem Speedboot ohne WC kamen für uns nicht infrage.
Auch die anderen Angebote überzeugten uns nicht wirklich: Mal waren eingesperrte Tiere involviert, mal enge Tunnel, mal Bienen- oder Kokosfarmen. Eine Tour zu einem Berg und ein paar Tempeln klang noch ganz gut – doch selbst dort waren „eventuell“ Tunnelbesuche eingeplant. Basti schrieb zwischendurch mit einer Reiseveranstalterin per WhatsApp, aber die Preise waren so hoch, dass wir schnell wieder abwinkten. Aktuell sah es also nicht nach Ausflügen für uns aus.
Dafür haben wir heute Abend immerhin etwas sehr Wichtiges herausgefunden: Wir sind selbst dafür zuständig, unser Duschwasser zu erhitzen. Dafür gibt es einen extra Knopf an der Badezimmertür. Wuhu – endlich mehr als lauwarmes Wasser beim Duschen!
Mal schauen, was Morgen auf uns wartet. Gute Nacht!