Nach dem Frühstück ging es mit dem Grab wieder zurück zum Flughafen in Singapur. Dort landeten wir allerdings erst einmal im falschen Terminal – Basti hatte Ankunftsterminal 2 mit Abflugterminal 3 verwechselt. Upsi.
Also erst einmal mit dem Skytrain rüber ins richtige Terminal. Die Fahrt war, wie in Singapur zu erwarten, spektakulär: Der Zug fährt durch die Jewel Mall, direkt am Wasserfall vorbei, mitten durch diesen tropischen, üppig bepflanzten Innenraum. Im Terminal 3 angekommen, gab es dann erst einmal reihenweise Fotos. Aktuell ist hier alles auf Disney ausgerichtet – das hängt wohl mit einem neuen Disney-Kreuzfahrtschiff zusammen.
Anschließend gaben wir unsere Koffer auf und gingen in die erste Lounge. Dort nervte allerdings nach kurzer Zeit ein Asiate, der offenbar noch nichts von Kopfhörern gehört hatte. Also zogen wir weiter und landeten erst im Schmetterlingsgarten – und dann in der Lounge direkt daneben. Kurz darauf hieß es auch schon Boarding. Also Beine in die Hand und los, denn hier findet der Sicherheitscheck erst am Gate statt und der Weg dorthin ist so weit, dass man sogar einen Zubringerzug nehmen muss.
Wir haben zwar einen Reiseplan, aber so richtig präsent hatten wir ihn offenbar nicht. Im Flieger erwartete uns nämlich Essen. Ach – wir hatten etwas vorbestellt? Ooookay.
Für mich gab es eine leckere Obstplatte, und Basti bekam etwas Vegetarisches, das wohl mächtig scharf, aber sehr lecker war. Knapp anderthalb Stunden später gingen wir auch schon in den Landeanflug über. Vom Flugzeug ging es direkt in einen Bus und weiter zur Einreisehalle. Zum Glück mussten wir nur rund 40 Minuten anstehen – Horrorgeschichten aus dem Internet berichten hier von vier Stunden und mehr.
Nach ein wenig Chaos am Grab-Taxistand ging es dann für knapp sechs Kilometer in etwa 40 Minuten durch die Stadt. Nichts für schwache Nerven. Das Verkehrschaos – zumindest wirkt es für uns Europäer so – ist wirklich eine Nummer für sich.
Im Sherwood Suites Hotel wurden wir sehr freundlich empfangen und gleich mit kühlen Getränken versorgt. Diese waren übrigens richtig lecker. Der Fahrstuhl brachte uns in die 8. Etage, Zimmer 801, wo unsere gebuchte Studio Suite liegt. Sie ist wirklich wunderschön: groß, sauber und gut ausgestatteter Küche, sogar mit Geschirr und Töpfen. Wie üblich fehlen Dinge wie Salz und Pfeffer – aber dafür hatten wir im Flieger vorsorglich etwas eingesteckt.
Nach einem kurzen Ausruhen machten wir uns auf in den Supermarkt schräg gegenüber. Wir stöberten durch die Gänge und deckten uns mit tropischem Obst und Notfallfutter ein. In der Klamottenabteilung wurde es dann richtig skurril: Wenn man hier 166 cm groß ist und 66 Kilo wiegt, trägt man bereits XXL. Größer gibt es gar nicht. Völlig verrückt. Bei den Süßwaren, stand eine nette Verkäuferin, wir sollten unbedingt Haribo-Colaflaschen probieren, denn die sind gerade im Angebot. :) Wir probierten gerne aber kauften dann doch lieber einheimische Schokoküchlein. Der Einkauf war – selbst für eine Millionenmetropole – erstaunlich günstig.
Nach dem Einkauf gönnten wir uns das Hotelrestaurant. Es gab „Bratreis“ für mich und eine Pizza für Basti. Bratreis würden wir das zu Hause allerdings nicht nennen – es war einfach nur Reis mit viel Knoblauch und fast keinem Gemüse. Aber okay. Bastis Pizza war dafür ganz in Ordnung.
Nach dem Essen ging es noch einmal zurück in den Supermarkt, denn wir hatten das Wasser zum Trinken und Zähneputzen vergessen. Danach trödelten wir noch ein wenig im Zimmer herum, bis es Zeit fürs Bett wurde.
Morgen wollen wir dann die Stadt erkunden – also bleibt dabei.