Das Schild der Lufthansa Business Class im Flieger nach München

23.12.25 Endlich mal links abbiegen

Pünktlich um 15 Uhr standen Basti und Mama vor meinem Büro, um mich abzuholen. Von dort ging es direkt zum Flughafen. Keine Hektik, kein Stress – alles fühlte sich erstaunlich ruhig an.

Nur rund zwanzig Minuten später standen wir schon am Hamburger Flughafen, gaben fix unsere Koffer ab und saßen kurz darauf in der Lufthansa Senator Lounge. Ja, genau – Senator Lounge. Denn dieses Mal fliegen wir Business Class. Wir haben es wirklich geschafft und unsere mühsam über Jahre angesammelten Meilen endlich eingelöst.

Der erste Flug nach München startete pünktlich. Uns wurde ein Bohnen-Pilz-Mousse serviert – ganz lecker, aber eigentlich hatten wir gar keinen Hunger. Trotz der frühen Uhrzeit von 18:05 Uhr waren wir beide extrem müde. Auch die Cola half nicht wirklich, wach zu bleiben.

In München hatten wir dann knapp drei Stunden Aufenthalt. Also wieder in die Lounge, mit weiteren Getränken, Snacks und ein paar Runden Uno gegen die Müdigkeit. Gegen 21:20 Uhr machten wir uns langsam auf den Weg zu unserem A350 Flieger und stiegen kurz darauf ein.

Dieses Mal durften wir endlich links abbiegen zu den Sitzen der Business Class – und nicht wie sonst rechts herum in die Economy Class. Ein kleines Detail, aber ein richtig gutes Gefühl.

Die Sitze sind zwar nicht die allerneuesten Modelle, aber wir freuten uns trotzdem riesig.

Die Beinfreiheit in der Business Class auf dem Weg von MUC nach SIN

Kaum saßen wir, wurden wir schon mit Getränken und Snacks versorgt. Weil wir noch auf zwei Passagiere aus Genf warteten, starteten wir mit etwa 20 Minuten Verspätung. Für uns perfekt – so konnten wir in Ruhe alle Funktionen des Sitzes ausprobieren.

Dann ging es los. Das Essen kam schnell, und kurz darauf verabschiedeten wir uns ins Traumland. Ich verwandelte meinen Sitz direkt in ein Bett und legte die Matratze darauf. Basti muss seine Einstellungen später angepasst haben, denn als ich zwischendurch kurz wach wurde, lag er plötzlich auch ganz unten und schlummerte friedlich vor sich hin.

Und ich muss wirklich sagen: Schlafen ging erstaunlich gut. Trotz der vielen Menschen um mich herum und obwohl ich das vorher skeptisch gesehen hatte. Der Sitz bot mehr Platz, als ich erwartet hatte, und ich konnte richtig zur Ruhe kommen.

Die Aussicht von unserem Hotelzimmer in Singapur

Heiligabend, 7 Uhr morgens deutscher Zeit, war unsere Nacht dann vorbei. Ich war zwischendurch mal wach, fühlte mich aber insgesamt erstaunlich gut. Kurz darauf kam auch schon das Frühstück.

Nach knapp 11 Stunden und 30 Minuten landeten wir in Singapur. Schnell durch die Passkontrolle, Grab-Taxi gerufen und ab ins Hotel. Dort wurden wir typisch asiatisch mit Livemusik und Weihnachtsliedern empfangen. Unser Zimmer liegt in der 27. von 30 Etagen – und wir haben tatsächlich einen mega Ausblick auf das Marina Bay Sands und der Skyline von Singapur.

Erst einmal frisch machen und dann nochmal losziehen, bevor Müdigkeit und Hunger komplett zuschlagen. Wieder mit einem Grab ging es zum Clarke Quay. Nach etwas Herumspazieren landeten wir in einem Burgerladen mit tollem Blick auf das Marina Bay Sands. Leider waren die Burger alles andere als mega. Mein Hähnchen bestand gefühlt nur aus Glibber, Haut und Fett. Beim ersten Bissen kam es mir schon wieder hoch, also hielt ich mich an die Pommes. Basti erbarmte sich und übernahm mein „Fleisch“.

Zurück im Zimmer ging uns irgendwann um Mitternacht das Licht aus. Zur Sicherheit stellten wir den Wecker auf 9 Uhr – in der festen Annahme, dass wir ihn ohnehin nicht brauchen würden. Wir erwarten, dass uns der Jetlag vorher wecken wird.

Weit gefehlt. Davon aber morgen mehr.