Virtuelle Bäume die Wind und Trockenheut besser abkönnen im Museum of the future

09.09.2024 Museum of the Future

Heute habe ich wieder lange geschlafen. Kein Wunder – bei diesen Temperaturen findet das Leben sowieso eher nach Sonnenuntergang statt. Der Vormittag verlief ähnlich wie die letzten Tage: gemütliches Frühstück und dann erst mal entspanntes Nichtstun auf der Terrasse. Einfach die Sonne genießen, das Meer in der Ferne glitzern sehen und runterkommen.

Am frühen Nachmittag machte ich mich dann auf den Weg zum Museum of the Future. Der Weg dorthin war allerdings abenteuerlicher als gedacht. Durch den dichten Nachmittagsverkehr schickte mich Google quer durch Wohngebiete – aber am Ende kam ich an.

Das Gebäude selbst ist von außen wirklich spektakulär. Ein riesiger, glänzender ovaler Ring, überzogen mit arabischer Kalligraphie – ein echter Blickfang und zurecht eines der neuen Wahrzeichen der Stadt.

Innen drin war es dann... sagen wir: durchwachsen. Der Start war spannend und auch ein bisschen unerwartet. Man muss auch hier wieder seinen Rucksack abgeben – die große Kamera durfte ich immerhin behalten.

Das Muesum of the futue in Dubai

Die erste Etage, eine futuristische Reise ins Jahr 2071, war beeindruckend aufgezogen, keine Frage. Aber je weiter man durch die Ausstellung ging, desto mehr fehlte mir ein roter Faden – und vor allem Personal, das an den Exponaten Fragen beantworten konnte.

Die Glaszylinder in der Artenbibliothek

Eine wirklich positive Ausnahme war die sogenannte Artenbibliothek. Dort traf ich auf eine Biologin, die sich Zeit nahm, die Ausstellung zu erklären. Hier ging es nicht um fiktive oder erfundene Arten, sondern um echte Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen, die heute existieren – und bei denen sich die Wissenschaft ernsthaft fragt, ob sie auch im Jahr 2071 noch Teil unserer Welt sein werden.

Viele der Arten, die dort vorgestellt wurden, stehen bereits jetzt auf der Kippe: bedroht durch Klimawandel, Umweltverschmutzung, schwindende Lebensräume oder menschliche Eingriffe. Die Biologin erklärte anschaulich, wie empfindlich viele ökologische Systeme sind und wie selbst kleine Veränderungen große Folgen haben können.

Nach dem Museumsbesuch machte ich noch ein paar Fotos vom Gebäude bei Dunkelheit – bei Nacht sieht das Museum of the Future fast noch beeindruckender aus als tagsüber.

Anschließend ging’s weiter: 3,1 Kilometer bis zur Dubai Mall. Ich wollte noch „schnell“ ein paar Bagels holen. Naja – schnell ist relativ. Es dauerte 40 Minuten und zwei verpasste Abfahrten, bis ich endlich die richtige Einfahrt ins Parkhaus gefunden hatte. Dafür war ich dann genau zur richtigen Zeit da: Direkt vor der Mall erlebte ich eine der berühmten Wassershows am Dubai Fountain.

Leider ist die Show immer noch ziemlich kurz – genau wie schon vor elf Jahren, als ich das erste Mal hier war. Aber der Anblick des Burj Khalifa, dem höchsten Gebäude der Welt, entschädigt für alles. Auch heute noch wirkt er trotz seiner Höhe unglaublich schlank und elegant.

Nach diesem Abstecher ging es zurück zum Hotel – mit einem kleinen Umweg über eine Tankstelle. Hier in Dubai gibt es noch echten Vollservice: tanken und bezahlen, ohne das Auto zu verlassen.

Und die Preise? Ein Liter Benzin kostet gerade mal 0,65 Euro. Zum Vergleich: Eine Flasche Trinkwasser ist hier teurer. Kein Wunder – während Öl reichlich vorhanden ist, stammt Trinkwasser aus teuren Entsalzungsanlagen.

Zurück im Hotel gab es wieder ein spätes Abendessen – und dann nichts wie ab ins Bett.

Morgen wartet schon das nächste Abenteuer.