Der Vulkan Ätna nahe Catania auf Sizilien, Italien

02.05.2026 Traumkulissen

Nach zwei Nächten in Catania war es Zeit für den nächsten Stopp unserer Reise. Das Ziel: Taormina. Schon vor der Reise hatten wir viel über den Ort gehört und waren entsprechend gespannt. Eines wurde allerdings schon bei der Ankunft klar – Taormina ist wunderschön, aber wer hier mit dem Auto unterwegs ist, braucht vor allem eins: Geduld.

Die Parkplatzsuche entwickelte sich zunächst zu einem kleinen Abenteuer. Irgendwann wurden wir aber doch fündig. Mit 30 Euro war der Parkplatz zwar alles andere als günstig, aber da wir den ganzen Tag dort verbringen wollten und im dazugehörigen Café sogar saubere Toiletten nutzen konnten, relativierte sich der Preis zumindest ein wenig. Durch vier Personen geteilt war es am Ende dann doch verschmerzbar.

Kaum betraten wir die Altstadt, war auch schnell klar, warum Taormina zu den beliebtesten Orten Siziliens gehört. Die schmalen Gassen waren zwar gut besucht, versprühten aber einen ganz besonderen Charme. Hinter jeder Ecke wartete ein neues Fotomotiv, kleine Boutiquen luden zum Stöbern ein und immer wieder eröffneten sich traumhafte Ausblicke – allen voran auf den majestätischen Ätna (Siehe Banner), der sich an diesem Tag von seiner besten Seite zeigte.

Natürlich durfte auch ein Eis nicht fehlen. Während sich Basti und Kati ein Pistazien-Softeis gönnten, zog es mich in einen kleinen Laden mit reinen Baumwollklamotten.

Die innenstadt von Taormina

Den Laden kannten wir schon von Bali. Eigentlich wollte ich ja nur mal schauen. Wie das eben so ist. Am Ende verließ ich den Laden mit einem wunderschönen weißen Pullover und einem ebenfalls weißen Rock. Manchmal findet man eben genau dann etwas, wenn man gar nicht danach sucht.

In Taormina wurde übrigens auch der Running Gag geboren, der uns die komplette restliche Reise begleiten sollte. An einem der zahlreichen Aussichtspunkte kamen wir auf die Idee, die völlig übertriebenen Instagram-Posen vieler Influencer um uns herum, nachzustellen. Mit ernster Miene, perfekten Handbewegungen und möglichst künstlichem Blick in die Ferne. Das Ergebnis war jedes Mal so albern, dass wir regelmäßig in schallendes Gelächter ausbrachen. Von da an gehörte an nahezu jedem schönen Fotospot mindestens ein solches Spaßfoto einfach dazu.

Am Nachmittag ging es mit der Seilbahn hinunter zur Spiaggia di Isola Bella. Schon die Fahrt bot fantastische Ausblicke auf die Küste, und unten angekommen verbrachten wir ein paar entspannte Stunden am Strand. Zumindest drei von uns. Basti hatte nach einiger Zeit genug von der Sonne und verzog sich lieber in das Café direkt am Strand, während wir anderen tapfer weiter in der sizilianischen Sonne brutzelten.

Die Spiaggia di Isola Bella

Am späten Nachmittag machten wir uns schließlich auf den Weg nach Roccalumera, wo wir für die Nacht zwei Ferienwohnungen im Bed & Breakfast Brezza Marina gebucht hatten. Das Haus erstreckte sich über mehrere Etagen und die Apartments waren offensichtlich erst vor Kurzem renoviert worden. Modern eingerichtet, blitzsauber und mit viel Liebe zum Detail – wir fühlten uns sofort wohl.

Zum Abendessen trennten sich unsere Wege. KaDa zog es in ihr Lieblingsrestaurant, das sie von ihren vielen Sizilien-Reisen bereits bestens kannten. Da die Speisekarte für Basti und mich allerdings eher wenig zu bieten hatte, machten wir uns alleine auf den Weg durch den Ort und entdeckten schließlich das Restaurant +39. Die Entscheidung stellte sich als echter Glücksgriff heraus. Während ich mich für Chickenburger entschied, bestellte Basti eine Pizza mit Pistazienpesto und Burrata – und spätestens an diesem Abend war klar: Er hatte, neben Burata einen neuen Favoriten gefunden.

Am nächsten Morgen erwartete uns noch ein ganz besonderes Highlight. Der Besitzer des Brezza Marina wohnte praktisch direkt über den Ferienwohnungen und bereitete uns in seiner eigenen Küche ein unglaublich liebevolles Frühstück zu. Während wir genüsslich frühstückten, kamen Davide und unser Gastgeber schnell ins Gespräch. Oder besser gesagt: in ein sehr langes Gespräch.

Kati meinte irgendwann nur lachend, dass Italiener, wenn sie einmal anfangen zu reden, so schnell nicht mehr aufhören – und sich am Ende wahrscheinlich ihre komplette Lebensgeschichte erzählt haben. Je länger wir den beiden zuhörten, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass an dieser Aussage tatsächlich etwas dran ist.

Falls ihr also einmal in der Gegend von Roccalumera unterwegs seid, können wir euch das Brezza Marina Bed & Breakfast wirklich ans Herz legen. Es war eine der herzlichsten Unterkünfte unserer gesamten Reise und hat sich die hervorragenden Bewertungen absolut verdient.

Und bevor jetzt wieder irgendwer "Werbung und Vorteilsnahme" schreit, NEIN wir haben keinerlei Vorteile davon, dass wir hier über diese Unterkuft schreiben. Das ist alleine unsere eigene Erfahrung und Meinung.