Der Blick vom Huddson River in Richtung Manhatten

04.06.2025 Der letzte Reisetag

Der Wecker klingelt um 8:30 Uhr, aber Steffi ist schon ne Stunde lang wach. Während ich noch unter der Dusche stehe, bereitet Steffi schon den Koffer vor. Frühstück gibt’s unten im Untergeschoss. Teller, Besteck, Becher – alles aus Plastik. Muss das sein? Nein muss es nicht! Aber immerhin: Es gibt Käse und Schinken zur Auswahl, Croissants, Nutella. Nicht fancy, aber solide.

Danach packen wir fertig, checken aus und lassen das Gepäck an der Rezeption. Mit Linie 7 fahren wir zum Gantry Plaza State Park – eine kleine Promenade am East River, mit Blick auf Manhattan. Wir legen uns auf die Liegen am Wasser, genießen die Ruhe. Überlegen kurz, ob wir noch mit der Fähre fahren sollen. Der Anleger ist direkt am bekannten Pepsi-Cola-Schild. Entscheiden uns dann aber doch gegen eine Bootstour.

Auf dem Rückweg zum Hotel gehen wir noch bei Target vorbei – immer noch auf der Suche nach einem passenden Mitbringsel für Sonja. Leider wieder erfolglos. Also Gepäck holen und ab zur Metro: Linie E und dann mit dem AirTrain bis zum Terminal 1 am Flughafen JFK.

Dort angekommen, sehen wir schon von Weitem die Menschenmassen vor der Sicherheitskontrolle – unsere Hoffnungen auf einen entspannten Aufenthalt in der Lufthansa Business Lounge schwinden. Doch bevor es so weit ist, müssen wir sowieso erst mal 10 Minuten am Check-in warten, bis wir überhaupt die Koffer loswerden dürfen.

Das berühmte Pepsi Cola Schild in Long Island City, New York

Gerade als wir uns der langen Schlange an der Sicherheitskontrolle nähern, entdecken wir ein Schild zur „VIP One Lounge“ – die liegt vor der Sicherheitskontrolle, bietet Fast Track an und ist im Priority Pass enthalten. Ein kurzer Blick, ein Nicken – Entscheidung gefallen: Gönnen, solange wir noch können. Also ab in die Lounge, ein kleiner Snack, was zu trinken, dann flott und stressfrei in nur 3 Minuten durch die Sicherheitskontrolle .

Noch knapp zwei Stunden bis zum Boarding. Zeit für die Lufthansa Lounge – ich habe durch meinen Vielfliegerstatus Zugang, Steffi über ihre Amex Platinum. Doch am Empfang heißt es plötzlich, wir dürften in den zweiten Stock. Hinter uns aber steht deutlich: Erdgeschoss: Business Lounge; 1. Etage: Senator Lounge; 2. Etage: First Class Wine & Dine. Wirklich jetzt?

Der A380 der Lufthansa von JFK nach MUC

Egal. Wir haben ja gerade gegessen und beschließen, in die Senator Lounge zu gehen – lieber noch gemütlich duschen vor dem Langstreckenflug. In der Lounge lernen wir noch eine vierköpfige Familie aus Hannover kennen, die auch gerade aus Florida kam. Wir tauschen ein paar Geschichten aus – dann ist es Zeit zum Boarding.

Der Flug startet um 17:30 Uhr. Unsere Plätze: 65G und H – beide Gangplätze, diesmal aber ohne freien Nebensitz. Reine Flugzeit: 7,5 Stunden.

Kurz nach dem Start versucht die Crew noch, Upgrades zu verkaufen: 540 € pro Person für Premium Economy. Lufthansa halt – Gierlappen mit Service-Verlust. Es ist traurig, wie eine ehemals gute Airline so abgebaut hat.

Der Flug selbst ist ruhig, schlafen kann ich trotzdem nicht. Ich finde einfach keine gute Position dafür. Also schaue ich drei Filme: Tom und Jerry, The Wild Robot und Sonic. Steffi geht’s leider schlechter – sie kann auch nicht schlafen und ihr wird sogar richtig schlecht. Selbst die Reisetablette hilft nicht mehr.

In München geht alles erstaunlich schnell. Gegen 7:45 Uhr morgens landen wir – eine Stunde vor Abflug des A321 nach Hamburg. Durch die Passkontrolle, direkt zu Gate G04. Kaum zehn Minuten gewartet, schon geht’s weiter.

Steffi nimmt Platz 20C im vorderen Teil des Fliegers da es ihr immer noch nicht besser geht – weniger Gewackel. Ich sitze auf 34D - mit freiem Nebensitz, aber auch ordentlich Schaukelei. Die Landung ist dann zwar wenig wackelig, aber dafür rustikal: Der Kapitän setzt das Ding so hart auf, dass wir sogar einmal aufhüpfen. So fühlt es sich jedenfalls an.

In Hamburg ging alles schnell. Koffer und Rucksack vom Band, dann mit einem MOIA weiter – ein elektrischer Sammeltaxi-Service, der per App gebucht wird. Fünf Minuten bis zu unserem PKW, dann ab nach Hause.

Dort erst mal duschen und zwei Stunden Schlaf. Dann noch einkaufen, versuchen wach zu bleiben. Steffi geht gegen 21 Uhr ins Bett – ich halte durch bis zur normalen Bettzeit. Ein paar Filme, ein bisschen Rechner, Fotos sichern und sortieren – das hilft.

Damit ist der Urlaub offiziell vorbei. Morgen beginnt der Alltag wieder. Steffi arbeitet einen halben Tag, ich kümmere mich um Papierkram für die Krankenkasse, das Kamera-Pflegeprogramm, Blog und Konto. Aber: Es ist Pfingsten – das nächste lange Wochenende wartet schon. Vielleicht hilft es, ein bisschen sanfter wieder im hiesigen Rhythmus anzukommen.

Ein abschließender Gesamt-Blogpost folgt morgen – und dann ist hier erst einmal wieder Ruhe.

Gute Nacht. Und bis morgen.